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Literatur

  • Kishon, Ephraim: Alle Satiren. - München : Langen Müller, 1999. - Jubiläumsausgabe. - ISBN 3-7844-2738-3
  • Kishon, Ephraim: Nichts zu lachen: die Erinnerungen nach Gesprächen mit dem israelischen Journalisten Jaron London. - München : Langen Müller, 1993. - ISBN 3-7844-2457-0
  • Kishon, Ephraim: Was sie schon immer über Kishon wissen wollten ...: ein Porträt in Daten, Fakten, Interviews, Reportagen und eigenen Texten. - Frankfurt a.M. Ullstein, 1993. - ISBN 3-548-23569-7


Auszeichnungen

  • Nordau-Literaturpreis, Israel (1953)
  • Sokolov-Preis, Israel (1958)
  • Medaillon des bulgarischen Schriftstellerverbandes (1966)
  • Herzl-Preis, Israel (1970)
  • Jabotinsky-Preis (1970)
  • Orden wider den tierischen Ernst (1978) (2002 nach Disput mit Norbert Blüm zurückgegeben)
  • Neumann-Preis (1984)
  • Karl-Valentin-Orden (1984)
  • Shalom-Aleichem-Literatur-Preis, Israel (1984)
  • Österreichischer Staatspreis für Kunst und Literatur (1996)
  • Großer Literaturpreis von Ungarn (1998)
  • Bialékpreis, Israel (1999)
  • Ungarischer Staatspreis für Literatur (1999)
  • Münchhausen-Preis (2001)
  • Israel-Preis (2002)
  • Bruder Eulenspiegel


Leben

Er hat eine Schwester. Kishons Vater Dezső war Bankdirektor, seine Mutter vormals dessen Sekretärin. Er sprach in seiner Jugend weder Hebräisch noch Jiddisch.Kishon wurde 1924 als Ferenc Hoffmann in einer ungarisch-jüdischen Familie in Budapest geboren und wuchs dort auch auf.

Preis des ungarischen Novellenwettbewerbs für Mittelschüler. So erlangte er 1940 den 1.Seine Begabung wurde schon recht früh erkannt. Wegen der Rassengesetze wurde ihm das Studium an einer Hochschule verwehrt, so dass er 1942 eine Ausbildung zum Goldschmied begann.

Er überlebte, da ihm im letzten Kriegsjahr 1945 auf dem Weg ins Vernichtungslager Sobibor die Flucht gelang.1944 wurde Kishon in ein Konzentrationslager nach Polen deportiert. Ein Großteil seiner Familie aber kam in den Gaskammern von Auschwitz ums Leben.

Hier wurde sein Name Kishont, ein Name, den er sich zugelegt hatte, weil er im kommunistischen Ungarn weniger bürgerlich klang, in Kishon geändert (Kis-Hont ist ungarisch für "kleiner Hont", wobei Hont ein verbreiteter ungarischer Nachname ist).1948 machte er sein Diplom als Metallbildhauer und Kunsthistoriker. Wegen der Kommunisten folgte im Mai 1949 die Auswanderung mit einem Flüchtlingsschiff nach Israel.

Eine Anekdote beschreibt, wie er eigentlich zu seinem späteren Namen kam: Ein Beamter stutzte diesen bei der Abwicklung der Einreiseformalitäten kurzer Hand auf Kishon. Den Vornamen Ferenc ersetzte der Mann mit der lakonischen Bemerkung "gibt es nicht" durch Ephraim.

Damit begann Ephraim Kishons internationale Karriere. 1953 wird Der Schützling im Nationaltheater Habimah von ihm aufgeführt.Bereits 1952 begann er in hebräischer Sprache in der Zeitung Ma’ariv, der größten Tageszeitung in Israel, unter dem Namen Chad Gadja (Lämmchen) eine tägliche Kolumne zu schreiben. Diese tägliche Glosse betreute er 30 Jahre lang. 1959 wählte die New York Times sein Look Back Mrs. Lot (Dreh'n sie sich um, Frau Lot) zum "Book of the Month".

Kishons Filme wurden zweimal für den Oscar nominiert (Schlaf gut, Wachtmeister und Sallach) und seine Filme wurden - neben einer Reihe von anderen Auszeichnungen - dreimal mit dem Golden Globe bedacht. 50 Bücher, im Deutschen etwa 70 Bücher erschienen (viele Zusammenstellungen von bereits erschienen Geschichten); weltweit etwa 700 Bücher in 37 Sprachen.Die Weltauflage seiner Bücher liegt bei 43 Mio. (davon 33 Mio. in deutscher Sprache). Auf Hebräisch sind ca.

Weltweit bekannt sind die Familiengeschichten, Kishons meistverkauftes Buch. Es ist, abgesehen von der Bibel, auch das meistverkaufte Buch in hebräischer Sprache. Sein in Deutschland wohl bekanntestes Werk ist die Bürokratie-Satire Der Blaumilchkanal.

Nach 1979 schrieb Kishon selbst auf Deutsch.Großen Anteil an dem Erfolg in Deutschland hat der österreichische Schriftsteller und Theaterkritiker Friedrich Torberg, der bis zu seinem Tod im Jahre 1979 die Bücher Kishons aus dem Englischen ins Deutsche übersetzte.

Viele Ausgaben von Kishons Büchern sind mit Illustrationen des 1923 geborenen österreichischen Zeichners und Karikaturisten Rudolf Angerer ausgestattet (signiert mit RANG).

Wenngleich er dabei an einigen Künstlern wie etwa Joseph Beuys oder Andy Warhol kein gutes Haar ließ, betonte er ausdrücklich, dass er keineswegs alle moderneren Kunstwerke ablehne. Daneben war der Kunsthistoriker Kishon seit seinem Theaterstück Zieh den Stecker raus, das Wasser kocht (1965) ein scharfer Kritiker der modernen Kunst und des dazugehörigen Kunstmarktes.Zielscheibe von Kishons Satiren waren neben den kleinen Ärgernissen des Alltags vor allem die Bürokratie und die große und kleine Politik, speziell diejenige in Israel. Für die TV-Verfilmung dieses Stückes fertigte Kishon in satirischer Absicht sogar eigene Kunstwerke nach moderner Manier an. In dem Essay Picasso war kein Scharlatan (1985) und später in seinem Buch Picassos süße Rache (1995) vertiefte er, ausgehend von einer Feststellung Pablo Picassos, seine Kritik.

Nach dem Tod seiner Frau Sara 2002, der "besten Ehefrau von allen", heiratete Kishon im Februar 2003 die österreichische Schriftstellerin Lisa Witasek.

Ephraim Kishon starb am 29. Januar 2005 an einem Herzanfall.




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